Beiträge von Stachelbender

    Der Endknopf wurde durchbohrt, um die Instrumente in einer Vitrine auf einen Nagel aufzuspießen, damit man sie hinter Glas ansehen kann. Es handelt sich nur um Instrumente in Museen, wie z.B. im Instrumentenmuseum Mittenwald. Mit diesen Instrumenten dürfte ja kaum noch musiziert werden! Karl Schnur hat sie entnommen, um mit Hilfe der "objektiven Geigenprüfung" Messungen zu machen. Insbesondere handelt es sich um Frequenzverläufe mit Hilfe der Terzfrequenzanalyse. Eines der Bilder bei "abalon" zeigt dieses Frequenzspektrum. Die Geräte für diese Untersuchungen hatte Karl Schnur selbst entwickelt.

    Hallo abalon, eine wichtige Information verdanke ich Karl Schnur: er hatte herausgefunden, dass Geigen, deren Endknopf durchbohrt ist, damit man sie auf einen Nagel aufspießen kann, ihren gerühmten Tonumfang verlieren. Er tauschte die Endknöpfe aus: der Ton war wieder da! Der Durchmesser muss mindes-tens 9 mm betragen, damit die Longitudinalschwingungen vollständig übertragenwerden können. Meine Endknöpfe sind aus Aluminium, das für die Bohrung für den Cellostachel unempfindlich sind.

    Hallo abalon!

    Dass Sie die Geige weiterverkauft haben, ist bedauerlich!

    Ich habe Herrn Schnur persönlich gekannt und verdanke ihm viele Anregungen für eigene Entwicklungen. Nach seinem Tod versuche ich,

    Dinge aus seinem Nachlass zu sammeln: ich habe z.B. die vielen Beiträge aus der Fachliteratur.

    Diese Geige habe ich bei ihm gesehen: es war Versuchsstück, bei dem möglichst wenig manuelle Arbeit aufgewendet werden sollte.

    Vermutlich ist deshalb hierfür als Deckenholz nicht Fichte eingesetzt worden.

    Halten Sie es für möglich, die Geige zurückzukaufen? Ich könnte auch eine andere Geige zum Tausch anbieten.

    Ich werde versuchen, über den Webmaster Ihre Telefonnr. zu erfahren.