Geigen aus Pilzholz

  • Neu ist das nicht, das hat schon zuvor ein Tscheche erfunden. Da habe ich vor vielen Jahren schon mal was gelesen.


    Durchgesetzt hat es sich nicht.


    Edit:
    Was ich im Kopf hatte, war ein schweizer Geigenbauer, der seit über 10 Jahren mit Pilzbehandlung experimentiert,
    und eine Ungar, Dr. Joseph Nagyvary, der in den USA lebt und mit Chemikalien experimentiert.
    Beides wurde z.B. hier schon abgehandelt: http://www.3sat.de/page/?sourc…cstuecke/08424/index.html


    Es ist bezeichnend, dass in dem Artikel der empa kein Geigenbauer erwähnt wird. Denn neben dem Material
    ist der Geigenbauer entscheidend. Dort steht, man hat Stradivaris Geige exakt nach Maß nachgebaut. Da wird
    übersehen, dass das so nicht funktioniert und es auf das Können des Geigenbauers ankommt. Wenn dieser
    beim Bau keine Freiheit hat, auf das Material einzugehen, kann man das auch eine Maschine machen lassen.
    Wohl deshalb wurde auch kein Geigenbauer erwähnt.


    Wie schon gesagt, durchgesetzt hat sich das eh nicht.

  • Und dann darf auch unsere lieben Deutschen Forscher nicht außer acht lassen Der Pysiker Karl Schnur der auf der suche des Optimalen Klanges war und Stefan Maxa der Hobby Geigenbauer der der Meinung ist das Klanggeheimnis der Stradivari gefunden zu haben. Da zu der Zeit in Italien nur Hölzer Eingeführt werden durften die gegen Wurmbefall Inpringniert waren. Wobei ich mich frage wie Weit eine Imprägnierung ins Holz Eindringt da ja viel vom Holz entfernt wird bei der Bearbeitung. Und warum weiß Abalon das, weil ich eine Geige mit Zettel von Herrn Karl Schnur gekauft habe die Laut Klanganlyse eine Solisten Geige sein soll.
    Morgen sollte Sie im Briefkasten sein, wenn es kein Flop ist werde ich Sie einmal Vorstellen.

  • Naja, es hat eben zu allen Zeiten experimentierfreudige Geigenenthusiasten gegeben. Ich finde das prima, es gibt sicher uninteressantere Forschungsthemen. Und nur durch den Wunsch, etwas verbessern zu wollen, wurden ja tatsächlich Innovationen geschaffen. Z.B. aus der Barockgeige die moderne Geige, aus dem Barockbogen moderne Bögen. In letzter Zeit sind durch die Idee und Umsetzung der Carbonbögen gute Schülerbögen auf dem Markt, die preiswert sind und besser als Holzbögen zum gleichen Preis. Es gibt die ersten Carboninstrumente, vielleicht tut sich da preislich auch etwas in den nächsten Jahren. Ein Carboninstrument fände ich aufgrund seiner Robustheit sehr interessant, als Reiseinstrument oder für weniger instrumentenfreundliche Auftrittsumgebungen....


    Kurz: Es ist prima, dass Leute neue Wege beschreiten wollen.


    Von dieser Pilzholzidee halte ich allerdings nicht viel. ;-)

  • Hallo zusammen


    Danke für die Antworten.
    Die Frage ist: Habt ihr euch die Klangbeispiele angehört?


    Für mich persönlich sticht da die mit Pilz behandelte Geige hervor.
    (Zufall oder nur meine Empfindung)
    Ich habe auf jeden Fall erst später nachgesehen, welches Beispiel zu welcher Geige gehört.


    So, wie ich im Kopf habe, hat bei den ersten Pilz-Geigen Versuchen der Geigenbauer Rhonheimer mitgemacht.
    Für eine Geige von diesem Meister wartet man schon eine halbe Ewigkeit.
    Ich glaube, dem seine Geigen klingen auch so extrem gut ;-)
    Geigenbauatelier Michael Rhonheimer
    In dieser Preisklasse kann ich mir das auch nicht leisten...oder Talent und Kosten stehen bei mir in keinem Verhältnis :-).

  • Mein Rechner ist so alt, da höre ich kaum einen Unterschied (dank des suboptimalen Lautsprechers). Aber solange nicht 20 Pilzgeigen gegen 20 andere klar "gewinnen", kann das alles ein Zufallstreffer sein.


    Und fraglich ist es ja, ob es das Pilzholz war oder das Talent des Geigenbauers- und da wurde ich doch erstmal auf Letzteres tippen.

  • Da ging es um Schall-Untersuchungen an genau baugleichen Geigen, also in der
    Form und Dicke identisch, nur mit anderem Material. Also quasi vom Roboter gebaut.


    Das mag für eine Untersuchung interessant sein, sagt aber für Geigen, die von einem
    guten Geigenbauer gemacht sind, der auf das Holz eingehen kann, wenig aus.


    Das heißt nicht, dass das Pilzholz nicht auch gut sein kann.