geerbte Geige - restaurieren ?!

      geerbte Geige - restaurieren ?!

      Guten Tag,

      ich habe von meinem Großvater eine alte Geige geerbt. Sie wurde das letzte Mal in den 90er Jahren gespielt.
      Meine kleine Tochter spielt momentan eine Achtel-Geige. Ich spiele mit dem Gedanken, die geerbte Geige restaurieren zu lassen.
      Zum einen, um selbst während dem Üben mit meiner Tochter ein wenig dieses Instrument zu lernen. Zum anderen, damit sie diese später einmal spielen kann.
      Ich spiele zwar selbst zwei Instrumente, von Geigen habe ich allerdings keine Ahnung.
      Kann mir jemand sagen, wie alt diese Geige ist, ob sie von minderwertiger oder mittelwertiger Qualität ist?
      Ob es sich lohnt, sie restaurieren zu lassen. Und, was mich das etwa kosten würde.

      Im Voraus schonmal vielen Dank für die Antworten.
      Images
      • 20191202_165352.jpg

        719.32 kB, 1,224×1,632, viewed 30 times
      • 20191202_165419.jpg

        732.84 kB, 1,224×1,632, viewed 30 times
      • 20191202_165755.jpg

        644.19 kB, 1,632×1,224, viewed 31 times
      • 20191202_165839.jpg

        793.04 kB, 1,632×1,224, viewed 27 times
      Sie brauchen an diesem Instrument nichts zu restaurieren. Auf den Fotos sind keine Beschädigungen ersichtlich. Sie sollten lediglich die Saiten wechseln und evtl. die Wirbel mit einer Kernseife-Kreide-Mischung gängig machen. Steht die Stimme (kleines Rundholz nahe F-Löcher) noch?
      So von den Fotos kann man das ganz schlecht sagen. Neue gute Saiten sind jedenfalls fällig, und ob es reicht, die Wirbel zu säubern oder ob diese nachgearbeitet werden müssen ist fraglich. Aber auch das kostet nicht die Welt.

      Geh einfach mal bei einem Geigenbauer vorbei, der kann Dir da weiterhelfen. Wenn alles ok ist, zieht er Dir die neuen Saiten gleich auf.

      Alter: Die dürfte so um 1900/1920 gebaut worden sein, Herkunft vermutlich Sachsen/Böhmen.

      Die Idee, Geige zu lernen, ist prima. Auch als Erwachsener kann man damit noch viel Spass haben, und ein Plätzchen im Amateurorchester ist durchaus machbar.

      Wert: Der ideelle Wert, nämlich, dass diese Geige schon so lange bei Euch in der Familie ist, ist unbezahlbar. Das kann auch das teuerste neue Instrument nicht ersetzen.

      Ansonsten ist der Wert in diesem Falle hauptsächlich vom Klang abhängig. Aber schlecht sieht die nicht aus, da würde ich erwarten dass die genug Potenzial für einen Amateur hat.
      Dann lassen Sie doch beim Geigenbauer einfach neue Saiten aufziehen. Kostet (je nach Saiten, Pirastro Tonica reicht erstmal völlig) nicht die Welt (ca 35-40€ bei besagten Saiten) und Sie riskieren keinen Riss/Delle in der Decke , falls der Steg wegrutschen oder durchbrechen sollte.

      Es könnte aber evtl. auch das Griffbrett leicht wellig sein, so dass der Geigenbauer es für ca. 60€ abziehen sollte. Vielleicht schauen Sie einfach mal von der Schnecke aus am Griffbrett entlang. Es müsste eine ganz minimal konkave Wölbung aber keine Unregelmäßigkeiten haben.
      Vielen Dank für die nützlichen Rückmeldungen.
      Eine Geige ist wirklich ein tolles Instrument, ganz anders als die Querflöte und das Klavier, die ich ab und zu noch spiele.
      Ich freue mich diese alte Familiengeige wieder herrichten zu lassen und selbst darauf zu spielen. Einfache Melodien werde ich damit sicherlich durch Mitüben irgendwann hinkriegen. :)
      Hallo Heike,


      Wie schön! Meine Kinder (7 Und 4) lernen auch Geige. Wenn du beim Geigenbauer warst, dann gib uns ein Feedback was er macht und wie teuer es ist?

      Ich habe auch ein Erbstück daheim, ohne Schäden. Der Geigenbauer hat dann aber doch eine Menge gefunden was zu machen ist und das ist dann auch nicht so billig.

      Liebe Grüße